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Inner Freohjohrstüit von Karl Brüggemann

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Niu es't seowüit, et geuht dobüi,
niu sind in'n Goorn de Frübbenslüie.
Met ühren Harken, Hacken un Schiuten
kann man seu finnen denn do biuten.
De grauten Baunen mött inne Eern,
Werd höchste Tüit, sall't nau wat wern.
Süipel, Radüischen un auk Salot,
do steuht iuse Oma glüik met prot.
Eun Beet Erfte un freohe Katuffel,
scheun iutenanner, nich uppen Druffel.
Niu werd graben, hacket un plant,
datt obends de Foite in´n Holsken dampt.
Gint werd de Stöppel nau verbrennt,
olls es an'n Laupen, sümst Opa rennt.
Wenn olles hür sall riuheg wassen,
mott Opa up de Hönner passen.
Un de Kratiuers wörn an´n Laupen,
Opa see: „Soll´n de paar Euer kaupen!
Lot langsam gohn, hät nau April!“
Heu sette seck euherst mol uppen Süll.
Jo, öbber seo ümme düsse Tüit,
kümmt auk de Freohjohrsmoidigkeut.
Ganß sachte fellen süine Äogen teo,
seon Opa briukt auk süine Riuh.
Doch dat was blaus seon Äogenblick,
denn word et helle in'n Fissenknick.
Oma kamm iuten Goorn - un schull:
„Opa schlöppet, es reineweg teo dull,
we kannst diu denn niu Neone maken,
in'n Goorn sind de Honner wier an'n raken!“
Opa verjage seck garnich schlecht,
et was jo wohr, Oma hadde Recht.
Heu jage schwanke wier no biuten
un schmeit de Beusters met´n Kliuten.
Un langer Riede korter Sinn,
Opa sperr de Hönner euherst mol wier in.

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