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Plattdeutsche Ecken 2018
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Marianne Weber
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Dat Meiken Marianne Weber was den Ankhiuser Fabrikanten Carl Weber süin Enkelkind. Os dat lüttk Meken dreu Johre was, starw ühre Mamme. De Vadder was krank un konn sick nich kümmern, dorümme kamm de lüttke Marianne Schnitger (dat was ühr Mekennome) teor Grautmodder no Lemje un gink do up der Tante Flora ühre Scheole. Os dat Meken grötter word, hät de Grautvadder et up dure Internate schickt. 1893 hät Marianne in Berlin den Soziologen Max Weber früjjet. Os ühr Max Professor in Heidelberg word, hät Marianne an de Heidelberger Universität os Hospitantin studört. Teo düsser Tüit hät sick Marianne Weber för de Frubbenrächte stark maket un 1901 hät et eune Rechtschutzstie för Hiusmeken un Kellnerinnen grünnet.

Non 1. Weltkrüig hät Marianne un Max Weber de Diutske Demokratische Partei (DDP) grünnet. Marianne satt för de Partei in Badens verfassungsgebender Versammlung un konn os de örste diutske Friu in den Parlament eune Rieden haulen. 1919 word et den Bund duitsker Frubben ühre Vörsittene.

Nach Max Webers Tod hät Marianne süine Beoker hariutgiewen. 1935 es ühr eugenet Beok „Die Frauen und die Liebe“ druckt worn. De graute Lipperin Marianne Weber starw 1954 in Heidelberg.

Vandage gifft et dat Marianne-Weber-Institut in Ankhiusen un eun Gymnasium in Lemje (et was frohr dat Lyzeum) heut no den Meken „Marianne-Weber-Gymnasium“.

 

Marianne Weber

Das Mädchen Marianne Weber war das Enkelkind des Oerlinghauser Fabrikanten Carl Weber. Als das kleine Mädchen drei Jahre alt war, starb ihre Mutter. Der Vater war krank und konnte sich nicht kümmern, darum kam die kleine Marianne zur Großmutter nach Lemgo und ging da auf die Schule der Tante Flora. Als das Mädchen größer wurde, hat es der Großvater auf teure Internate geschickt. 1893 hat Marianne in Berlin den Soziologen Max Weber geheiratet. Als ihr Max Professor in Heidelberg wurde, hat Marianne an der Heidelberger Universität als Hospitantin studiert. Zu dieser Zeit hat sich Marianne für die Frauenrechte stark gemacht und 1901 hat sie eine Rechtschutzstelle für Hausmädchen und Kellnerinnen gegründet.

Nach dem ersten Weltkrieg haben Marianne und Max die Deutsche Demokratische Partei (DDP) gegründet.. Marianne saß für die Partei in Badens verfassungsgebender Versammlung und konnte als die erste deutsche Frau im Parlament eine Rede halten. 1919 wurde sie die Vorsitzende des Bundes deutscher Frauen.

Nach Max Webers Tod hat Marianne seine Bücher herausgegeben. 1935 wurde ihr eigenes Buch „Die Frauen und die Liebe) gedruckt. Die große Lipperin Marianne Weber starb 1954 in Heidelberg,

Heute gibt es das Marianne-Weber-Institut in Oerlinghausen und ein Gymnasium in Lemgo (es war früher das Lyzeum) heißt nach dem Mädchen „Marianne-Weber-Gymnasium“.