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Plattdeutsche Ecken 2018
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De Lipper un de Cholera

In´n Johr 1892 was in Hamburg de asiatiske Cholera iutbroken. De Krankheut ess ansteckend un wärt dürt Drinkwater un os Kontaktinfektscheon öwwerdregen. Eohne Behandlunge licht de Sterblichkeut büi 50-60%; büi Aulen un Kinnern öwwerliebet blaus euner van töjjen. Was asseo eune schlemme Sake för de Hamburger (mahr os 8.600 Minsken sind domols storben) – öber wat hät dat met Lippe teo deon?

Niu, inner Jiejend ümme Hamburg sind jeuden Summer un Herwest mahrere Diusend lippske Tichler wesen un de Siuke hät auk int Hamburger Ümmeland öwwergreppen. För de Tichler eune gefohrlike Situatscheon. De Arböjje upn Tichelwärk was schwor un met de Reunlikkeut was es nich eunfack. Seo hät sick de lippske Regierunge öwwerlächt, wat passört, wänn de vellen Tichler trüjje kommen un de Suike met in de Heumat bringen. An´n 3. September 1892 hät se eunen up rauten Papür druckten „Warnungsruf an die Ziegler in den Cholera-Gegenden“ verdeilen loten. Do heut et, dat de Keerle ühre Kleidunge in´n Brännoben iutbränn´n, de Wäske met Schmerseife iutwasken un sick sümst affseifen salln.

De Lipper hät Glücke hat, de Cholera bleiw in Hamburg. Auk de Tichler hät Glücke hat, offschon et Opfer giewen hät. Ticher Ajust Baumann iut Westorf ess an de Cholera storben, Tichler Wilm Kochsiek iut Waddenhausen un Tichlermester Fritz Quent iut Wissentrup. Tweu Tichler sind krank un wier gesund worn.