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Plattdeutsche Ecken 2008
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Fäddern un Farwen     28.06.08

 Eune müi bekannte Friu, de Barbara, hät vör Johrn an euner lippsken Scheole vör de Scheoler Pöttkerkurse giewen. Do hät de Kinner lernt, met den Hännen teo arböjjen un seu hät iutprobörn könn´n, wat man met Pöttkereern ollet maken kann. Den ölleren Kinnern, besunners den Meken, hät dat Spoß maket und de lüttken Scheoler hät cherne met der Pöttkereern harümme schmaddert, wüil seu dat vandage ja nörnst drüwen. An düssen Mondag hät Barbara sick vör de Scheoler wat nüjjet iutdacht. Et hadde inner vörjen Wecken in euner Ecke eunen Korf met witten Hönnerfäddern funnen un do hät Barbara den Infall hat, de Fäddern in ühren Kurs teo nütten. Et hät de Kinner Vügel pöttkern loten un de Fädder solln do os Stert un Fittken anpeckt wern. Teoörst hät de Jungs un Meken asseo de Vügel pöttkert un dono hät sick jeuder eun paar schöne Fäddern iut den Korf soiket. Wüil jümmer blauß witte Fäddern seon bettken langwüilig sind, hät de Kinners de Fäddern met ühren Waterfarwen anmolt. Ollet schön bunt: raut, blog, blitzblog, rosa un gäll, juste seo os Kinners dat cherne häbben. Dat was Spoß öber auk eune ganß graute Schmadderüjje wejen de Waterfarwen. Dorümme ess Barbara mol kort iut den Wärkrium teor Scheolküken gangen un hät Kükenpapür halt, ümme de natten Fädder dorup teo dreujen un domet de Scheoler de Finger un Diske domet reunjen konn´n. Öber os et in den Wärkrium trüjje kamm, hät et eun paar van den Jungs nich wierkannt: De hadden sick met Waterfarwen dat Gesichte anpinselt un ühre Köppe dono in den Korf met den Fäddern steckt. Biu den Meken hät dat Indruck maket un Barbara ess züimlick baff wesen.

Federn und Farben

 Eine mir bekannte Frau, die Barbara, hatte vor Jahren an einer lippischen Schule für die Schüler Töpferkurse gegeben. Da haben die Kinder gelernt, mit den Händen zu arbeiten und sie konnten ausprobieren, was man mit Töpfern alles machen kann. Den älteren Kindern, besonders den Mädchen, hat das Spaß gemacht und die kleinen Schüler haben gerne mit der Töpfererde rumgeschmaddert, weil sie das heute ja nirgends dürfen. An diesem Montag hatte sich Barbara für die Schüler was neues ausgedacht. Sie hatte in der vorigen Woche in einer Ecke einen Korb mit weißen Hühnerfedern gefunden und da hatte Barbara den Einfall, die Federn in ihrem Kurs zu nutzen. Sie hat die Kinder Vögel töpfern lassen und die Federn sollten da als Schwanz und Flügel angeklebt werden. Zuerst haben die Jungen und Mädchen also die Vögel getöpfert und dach hat sich jeder ein paar schöne Federn aus dem Korb gesucht. Weil immer nur weiße Federn so ein bisschen langweilig sind, haben die Kinder die Federn mit ihren Wasserfarben angemalt. Alles schön bunt: rot, blau, blitzblau, rosa und gelb, gerade so wie Kinder das gern haben. Das war Spaß aber auch einen ganz große Kleckereierfarben wegen der Wasserfarben. Darum ist Barbara mal kurz aus dem Werkraum zur Schulküche gegangen und hat Küchenpapier geholt, um die nassen Federn darauf zu trocknen und damit die Schüler damit die  Finger und Tische reinigen konnten. Aber als sie in den Werkraum zurückkam, hat sie ein paar der Jungen nicht wiedererkannt. Die hatten sich mit Wasserfarben das Gesicht angepinselt und ihre Köpfe danach in den Korb mit den Federn gesteckt. Bei den Mädchen hat das Eindruck gemacht und Barbara ist ziemlich baff gewesen.